11.04.2021

Produktion schwächelt

Achterbahn bei Wirtschaftsprognosen

Schaut man sich die Prognosen der Wirtschaftsentwicklung und einzelner Branchen an, so kann man eines erkennen, Unstimmigkeit. Denn während die einen Experten in angeblich vollen Auftragsbüchern und steigenden Wirtschaftsleistungen schwelgen, sind die anderen viel realistischer in der anhaltenden Krise plus dem laufenden Handelskrieg unterwegs.

So ist es nicht verwunderlich, dass die Erwartungen der deutschen Industrie auf den höchsten Stand seit 30 Jahren geklettert sind, obwohl im Februar noch alles düster beschrieben wurde und sich jetzt auch so darstellt.

Denn die Produktion im Februar ist „überraschend“ den zweiten Monat in Folge gesunken. Dies bestätigte jetzt auch das Statistische Bundesamt. So stellten Industrie, Bau und Energieversorger zusammen 1,6 Prozent weniger her als im Vormonat. Im Januar hatte es bereits ein Minus von 2,0 Prozent gegeben.

Im Speziellen schrumpfte die Industrieproduktion im Februar um 1,8 Prozent. Der Bau verringerte sich trotz Wintereinbruchs nur um 1,3 Prozent. Die Energieerzeugung fiel um 1,0 Prozent zum Vormonat.

Als Grund für den Produktionsrückgang werden Lieferengpässe bei Rohstoffen und Komponenten sowie Logistikprobleme, insbesondere auf der Route zwischen Asien und Europa genannt.