16.03.2021

Datenschutz im Office

Arbeiten übers Internet birgt Gefahren

Arbeiten übers Internet birgt Gefahren

Das Arbeiten in der Cloud und mit sogenannten Onlinetools kam über den deutschen Technologie-Winterschlaf wie ein schlechter Traum. Behörden, Unternehmen verlegten genauso wie ahnungslose Privatpersonen adhoc ihre Informationsweitergabe ins Internet.

Das dabei vielfach der Datenschutz an letzter Stelle stand und steht, ist jetzt in einer internationalen Studie des amerikanischen Spezialisten für Daten-Lösungen namens Veritas Technologie klar geworden.

Viele Mitarbeiter nutzen oft unbekümmert Messaging- und Tools zur Zusammenarbeit für den Austausch von sensiblen und geschäftlichen Daten. Nach der veröffentlichten Studie haben mehr als drei Viertel aller Arbeitnehmer bereits sensible Daten über Messaging-Tools weitergegeben.

Von den weltweit 12.500 befragten Büroangestellten kamen auch 2.000 aus Deutschland. Rund 35 Prozent von diesen sind auch schon für die unsachgemäße Nutzung über Tools wie beispielsweise Zoom und Microsoft Teams von ihren Chefs kritisiert worden.

In Deutschland sind von etwa 13 Prozent der Mitarbeiter sensible Kundendaten verschickt worden. Dazu kamen mit 12 Prozent mit Angaben zu Geschäftsplänen. Details zu Personalangelegenheiten wurden von rund 9 Prozent der Befragten achtlos ausgetauscht. Finanzdaten wurden von über 6 Prozent und geistiges Eigentum von 7 Prozent der Beschäftigten weitergegeben. Selbst Passwörter wurden von fast 7 Prozent über solche bedenklichen Tools verbreitet.  

Knapp die Hälfte der Befragten handelt dabei naiv und geht nicht davon aus oder weiss nicht, dass die Chatverläufe und Informationen fremd gespeichert werden.

Dazu speichern 53 Prozent die Beschäftigten die Chatverläufe und Informationen nochmal für sich selbst. Mehr als 60 Prozent der Arbeitnehmer löschen ihre Online-Unterhaltungen regelmäßig, in der Annahme, so zu verhindern, dass ihre Arbeitgeber den Austausch vertraulicher Daten über die benutzten Internettools nachweisen können.