23.11.2020

Arbeitsaus durch Kinderbetreuung

Erstattung nur für Eltern verlängert

Durch die aktuellen Quarantäneregeln gibt es zum Teil chaotische Zustände in Kindertagesstätten, dem kompletten Schulsystem von Grundschule bis Hochschulen, aber auch in Einrichtungen für Menschen mit Behinderung.

Müssen Eltern aufgrund einer behördlichen Schließung oder eines Betretungsverbots ihre Kinder zu Hause betreuen, leidet die berufliche Tätigkeit. Ein kleiner Wehrmutstropfen ist dabei die schon im März beschlossene Entschädigung bei Verdienstausfällen. Diese ist jetzt bis März 2021 verlängert worden.

Demnach bekommen Eltern bei gemeinsamer Betreuung eine Entschädigung für bis zu zehn Wochen Verdienstausfall. Bei alleiniger Beaufsichtigung, Betreuung oder Pflege sogar bis zu 20 Wochen. Diese können auch gestückelt sein.

Die Entschädigung beträgt 67 Prozent des entstandenen Verdienstausfalls eines betroffenen erwerbstätigen Elternteils. Höchstens jedoch 2.016 Euro für einen vollen Monat. Auch geringfügig Beschäftigte erhalten die Erstattung.

Neben des Verdienstausgleiches werden auch Zahlungen in die Renten-, Kranken- und Pflegeversicherung fortgeführt. Dafür muss grundsätzlich der unverschuldete Arbeitgeber die Sozialversicherungsbeiträge auf einer Bemessungsgrundlage von 80 Prozent des Arbeitsentgelts vorstrecken.

Dieser bekommt diese Beiträge jedoch nicht automatisch erstattet, sondern muss diese zusätzlich auf eigene Kosten zurückfordern. Der Ausgleich der fehlenden Arbeitskräfte bleibt schließlich auch bei ihm hängen.

Selbständige Elternteile die vor Bezug der Entschädigung nicht pflichtversichert waren, müssen ihre Aufwendungen für soziale Absicherung bei der zuständigen Behörde beantragen. Dabei bekommen sie jedoch nur einen „angemessenen Umfang“ erstattet.

Als betreuungsbedürftige Kinder zählen dabei solche, die das 12. Lebensjahr noch nicht vollendet haben. Für hilfsbedürftige Kinder mit Behinderungen gelten dabei keine Altersgrenzen. Hier besteht auch bei volljährigen Kindern ein Entschädigungsanspruch.

Auch Pflegeeltern, die ein Kind in Vollzeitpflege in ihren Haushalt aufgenommen haben, können anstatt der leiblichen Eltern ihren Verdienstausfall geltend machen.

Haben die Einrichtungen regulär geschlossen, wie zum Beispiel in den festgelegten Schulferien, dann besteht kein Anspruch auf Verdienstausfall.

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