31.01.2021

Arbeitsmarkt im Januar

Schönfärberei statt Tatendrang

Im Januar haben hochgerechnet 4.998.000 Menschen sogenannte Lohnersatzleistungen bekommen. Dies sind 141.000 mehr als im Vormonat und ganze 325.000 mehr als im Januar letzten Jahres.

Von den Leistungsempfängern erhielten 1.179.000 Arbeitslosengeld I. Was insgesamt 118.000 mehr sind als noch im Dezember 2020. Arbeitslosengeld II bekamen 3.819.000 Menschen und somit 23.000 mehr als im Vormonat.

Zusätzlich gingen vom 1. bis 25. Januar erneut für 745.000 Beschäftigte Anträge auf konjunkturelle Kurzarbeit bei den Arbeitsagenturen ein.

Der Arbeitsagentur lagen im Januar lediglich 566.000 Arbeitsstellen vor. Dies sind nach minus 20.000 im Dezember nochmal 15.000 Jobangebote weniger. Im Vergleich mit dem  Vorjahresmonat fehlen der Arbeitsagentur 102.000 Stellenangebote.

Menschen die arbeitsmarktpolitische Maßnahmen in Anspruch nehmen, wie persönliche Coachings mit den Themen „Bewerbung“, „Existenzgründung“ und „Digitalisierung“, werden nicht als arbeitslos gezählt. Da die Arbeitsagenturen aktuell keine geeigneten Massnahmen anbieten können, waren es im Januar 116.000 Arbeitslose mehr als sonst.

Da den Arbeitslosen der Weg in Aus- und Weiterbildungen versperrt bleibt, befanden sich im Januar lediglich 791.000 Personen in einer solchen Massnahme. Deutschland braucht händeringend moderne Fachkräfte und neue Existenzgründer. Diese müssen individuell auf ihrem Wandel begleitet werden. Das aktuell nur 13 Prozent der Leistungsbezieher für den Arbeitsmarkt fit gemacht werden, sollte politisch zu denken geben.

Die Entscheider verweisen trotz eklatanter Bedingungen in der Arbeitswelt, offiziell auf einen „robusten“ Arbeitsmarkt. Leider hängen die genauen Zahlen zur Kurzarbeit ein ganzes halbes Jahr zurück. Somit weiss niemand genau, wie stark der so „robuste“ Arbeitsmarkt in Wirklichkeit von zukünftigen Generationen bezahlt wird.

Die Schönfärberei der traurigen Zahlen wird dabei nur noch von den Wirtschaftsprognosen übertroffen. Denn laut Bundesarbeitsministerium gibt es positive Signale: „China trägt uns in der Exportnachfrage und der harte Brexit konnte vermieden werden“. Zudem überblendet man die eigenen massiven Herausforderungen mit einem weiteren positiven Wirtschaftssignal: „die USA werden mit ihrem neuen Präsidenten zurück zum Multilateralismus finden.“

So hat man im Blitzlicht wieder gut dagestanden, während die Betroffenen und unteren Behörden mit altbackenen Bürokratiestrukturen sowie der auferlegten Kontaktbeschränkung kämpfen.

Kein Wunder also, dass sich die Arbeitsvermittlung in die sozialen Netzwerke verschiebt. Fehlende Möglichkeiten zur Persönlichkeitsveränderung werden weiter die Sozialsysteme und damit nachfolgende Generationen belasten.

Aber auch im Dunkel der Nacht leuchten Sterne. Wie du diese nutzt oder erreichst erfährst du in einem Coaching. Wir helfen dir ausserdem bei der Erstellung deines Lebenslaufs, Bewerbungsschreiben oder gar Kündigungsschreibens.