26.10.2020

öD honoriert Pflegeeinsatz

Mehr Einkommen für Pflegekräfte

In die Pflegebranche kommt der lang ersehnte Schwung. Die ersten konkreten Besserungen liegen jetzt vor.

Anfang des Jahres wurde schon die Pflegekraftausbildung reformiert. Alle wichtigen Pflegebereiche wurden dabei zu einer Ausbildung zusammengefasst.

Die vorher getrennt ausgebildeten Berufe der "Altenpflege", der "Gesundheits- und Krankenpflege" sowie der "Gesundheits- und Kinderkrankenpflege" sind jetzt im Beruf "Pflegefachfrau/ Pflegefachmann" zusammengefasst. Damit sollen die zukünftigen Pflegekräfte flexibler einsetzbar sein.

Im Sommer hat dann Bundesgesundheitsminister Spahn eine umfassende Pflegereform angekündigt. Die er Anfang dieses Monats dann konkreter ausführte: Die Pflegekräfte sollen besser entlohnt, Leistungen für die häusliche Pflege verbessert sowie die Pflegekosten für Heimbewohner gedeckelt werden.

Nun gab es einen ersten Motivationsschub für die Pflegekräfte, von dem auch die betreuten Personen profitieren dürften. Denn für den Tarifstreit des öffentlichen Dienst von Bund und Kommunen ist jetzt Einigung mitgeteilt worden.

So sollen die Einkommen in der niedrigsten Entgeltgruppe und -stufe um 4,5 Prozent ansteigen. In der höchsten Eingruppierung immer noch um 3,2 Prozent. Die Löhne und Gehälter sollen stufenweise ansteigen. Zunächst zum 1. April 2021 um 1,4 Prozent, mindestens aber um 50 Euro sowie zum 1. April 2022 um weitere 1,8 Prozent. Auch Auszubildende sollen jeweils 25 Euro mehr bekommen.

Für die Pflegekräfte wurden dabei gesonderte Gehaltssteigerungen vereinbart.

So wird ab März 2021 eine Pflegezulage von 70 Euro gezahlt, die im folgenden Jahr auf 120 Euro erhöht wird. Die Zulage in der Intensivmedizin wird auf 100 Euro angehoben und damit mehr als verdoppelt. Die Wechselschichtzulage soll von 105 auf 155 Euro monatlich steigen.

In den stationären Betreuungseinrichtungen wird das Niveau der Pflegezulage um 25 Euro auf das kommunaler Krankenhäuser erhöht. Ärzte in Gesundheitsämtern erhalten ab März 2021 eine monatliche Zulage von 300 Euro.

Nach Angaben der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände umfasst das Tarifpaket insgesamt rund 4,9 Milliarden Euro. Der Abschluss wird wirkungsgleich auch für die Beamten übernommen. Dadurch belastet es den Bund mit zusätzlichen 1,2 Milliarden Euro.

Die Tarifvereinbarung läuft bis zum 31. Dezember 2022.

Gerade jetzt in der krisenbedingt verstärkten Kurzzeitpflege, aber zukünftig massiv in der altersbedingten Langzeitpflege werden Pflegekräfte benötigt. Denn bis zum Jahr 2031 steigen die Zahlen der in Rente gehenden Jahrgänge massiv stark an.

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