01.11.2020

20.000 Jobs in der Pflege

Im Gesundheits- und Pflegesystem krachts

Mit zunehmender Überalterung der Gesellschaft steigt logischerweise auch der Personalbedarf in der vollstationären Altenpflege. Eine wissenschaftliche Studie hat dies jetzt dem Bundesministerium für Gesundheit bestätigt. 

So sollen in der vollstationären Altenpflege 20.000 zusätzliche Pflegehilfskräfte eingestellt werden. Diese neu zu schaffenden Stellen sollen vollständig aus der Pflegeversicherung finanziert werden. Der Eigenanteil von Pflegebedürftigen soll ausdrücklich nicht dadurch steigen.

Desweiteren soll in dem jetzt besprochenen "Gesundheitsversorgungs- und Pflegeverbesserungsgesetz“ die finanzielle Stabilität der gesetzlichen Krankenversicherung geregelt werden. 

Im Grunde geht es dabei darum, die Beiträge zur Krankenversicherung stabil zu halten. Dies will sich der Bund lockere 5 Milliarden an Steuermitteln kosten lassen. Außerdem soll es ein Anhebungsverbot für Zusatzbeiträge geben.

Die Krankenversicherungen bekommen zusätzlich einen stufenweisen Abbau überschüssiger Finanzreserven aufgebrummt. Initial sollen diese um 8 Milliarden zurechtgestutzt werden.

Dieser ungeheuerliche Geldbetrag soll in den Gesundheitsfonds überführt werden. Aus diesen bekommen die Krankenversicherungen normalerweise ihr Geld.

Komisch mutet das Ganze schon an. Denn unser Gesundheitssystem ist der maßgebliche Treiber der jetzigen Krise. Dagegen bunkern Krankenkassen sowie für die Gesellschaft tätige Pharmaunternehmen seit Jahrzehnten Milliarden.

Die latente Vernachlässigung des Gesundheitssystems inklusive einer massiven Wasserkopfpflege führte schon vor dem Eintreffen des Virus zu prekären Zuständen bzw. Ungerechtigkeiten in deutschen Arztpraxen, Apotheken bis Krankenhäusern.

Die aktuellen Ereignisse könnte man locker zum Anlass nehmen, mal ordentlich auszumisten. Für jeden einleuchtend, könnte man jetzt ein zeitgemäßes, gesellschaftlich gleichbehandelndes Gesundheitssystem formen. Stattdessen versucht man mit Nebelkerzen, das hochgradig infektiöse System durch die Krise zu pflegen.

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