18.01.2021

Deine Chance als Fernpilot

Neue Regelungen für Drohnenflüge

Deine Chance als Fernpilot

Mit der Drohne beruflich ein paar Schnappschüsse oder Clips für den eigenen YouTube-Channel machen, wird 2021 schwieriger. Denn es gelten seit Ende letzten Jahres neue Regelungen der Europäischen Union für das Betreiben und Besitzen von Drohnen.

So gelten ab 31.12.2020 für Drohnen drei Betriebskategorien. Die „offene Klasse“ hat eine Startmasse von weniger als 25 Kilogramm, fliegt innerhalb der Sichtweite bis maximal 120 Meter Höhe, transportiert keine gefährlichen Güter und kann keine Gegenstände abwerfen.

In der „speziellen Klasse“ befinden sich Drohnen, deren Einsatzspektrum das der „offenen“ übersteigt, wie beim Betrieb außerhalb der Sichtweite oder ab 25 Kilogramm Startmasse.

In der „zulassungspflichtigen Klasse“ ordnen sich große und schweren Drohnen ein, die etwa zur Beförderung von Personen oder gefährlichen Gütern konstruiert sind.

Registrierungspflichtig sind Fernpiloten von Drohnen der „offenen Klasse“ ab 250 Gramm. Aber auch Drohnenlenker der „offenen Klasse“ unter 250 Gramm, wenn diese mit einer Kamera oder einem anderen Sensor ausgestattet sind, der personenbezogene Daten erfassen kann. Ebenso müssen Fernpiloten von Drohnen der „speziellen Klasse“ sich selbst anzeigen und registrieren.

Die Registrierungsnummer der Fernpiloten muss auf jeder von ihm eingesetzten Drohne sichtbar angebracht werden. Aber auch, wenn dir eine solche Drohne nur gehört, du sie selbst aber nicht fliegst, musst du dich registrieren lassen.

Zusätzlich zur Registrierung brauchen die Fernpiloten von Drohnen ab einer Startmasse von 250 Gramm einen Kompetenznachweis. Bisher war dies erst ab einer Startmasse von mehr als zwei  Kilogramm verpflichtend.

Dieser Kompetenznachweis besteht in den Unterkategorien A1 und A3 der „offenen“ Kategorie aus einem theoretischen Online-Test, welcher auf der Webseite des Luftfahrt-Bundesamtes absolviert wird. Damit soll der Kompetenznachweis in die Breite gebracht werden. Für einfachere Betriebsarten aber, unkomplizierter zu erwerben sein.

Für den Betrieb von Drohnen in der Unterkategorie A2 muss zusätzlich zum Kompetenznachweis vom Fernpiloten eine weitere Theorieprüfung bei einer vom Luftfahrt-Bundesamt benannten Stelle bestanden werden.

Der erlaubnisfreie Betrieb von Drohnen mit weniger als 25 Kilogramm Startmasse, ist nur mit ständigem Sichtkontakt zum Fernpiloten und mit einer maximalen Flughöhe von 120 Metern gestattet.

Für den Drohnenbetrieb in der „speziellen Klasse“ wird eine Betriebsgenehmigung benötigt bzw. alternativ dazu eine Betriebserklärung oder ein Fernpilotenzeugnis für unbemannte Leichtflugzeuge gemäß den neuen Regelungen der Europäischen Union.

Die Örtlichkeiten, an und über denen der Drohnenbetrieb verboten ist, gelten bis zum Inkrafttreten nationaler Gesetze grundsätzlich weiter. Dazu gehören aktuell Krankenhäuser, Wohngrundstücke oder Naturschutzgebiete.

Durch Landesluftfahrtbehörden erteilte Erlaubnisse sowie nationale Kompetenznachweise, die bei einer anerkannten Stelle erworben wurden, gelten übergangsweise, längstens jedoch bis zum 1. Januar 2022 weiter.

Das Luftfahrt-Bundesamt hat eine viermonatige Aussetzung der Registrierungspflicht für Fernpiloten der „offenen“ und „speziellen“ Kategorie verfügt, wenn weiterhin Name und Adresse des Fernpiloten über eine Plakette an der Drohne angebracht werden. Dies soll den Fernpiloten genügend Zeit geben, sich in den ersten Monaten des aktuellen Jahres zu registrieren.

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