30.01.2021

Desinfektionsprofis gesucht

Unternehmenspflichten bei Kundenkontakten

Der Kontakt mit Handwerkern und sei es nur über zu reparierende Waren birgt Gefahren und Chancen. So muss das Unternehmen aus seiner Führsorgepflicht gegenüber Kunden und Beschäftigten aktuell und sicher auch künftig strengere Hygieneregeln umsetzen.

Dies nicht immer zur Freude beider Betroffenen. Denn wenn die Handwerker gezwungenermassen zur Putzfee werden, stöhnen einige ihrer Kunden. Denn diese müssen den Desinfektionsservice direkt oder indirekt mitbezahlen.

Das dies auch ein Zankapfel auf größerer Bühne sein kann, sieht man an einem aktuellen Gerichtsbeschluss aus Wolfratshausen zu solch einem Fall.

Eine Versicherung wollte nämlich die Reinigungskosten bei einem reparierten Unfallwagen nicht bezahlen. Wonach es zu einer gerichtlichen Auseinandersetzung kam.

Dem abschliessenden Urteil des Amtsgerichts zufolge, muss die Versicherung lediglich die Kosten für die Desinfektion vor der Rückgabe an den Verunfallten zahlen. Denn diese Reinigungsleistung diene dem Schutz des Geschädigten, damit dieser sich keiner erhöhten Infektionsgefahr durch die an seinem Auto werkelnden Menschen aussetzen muss.

Die Kosten für die Reinigung des Autos nach Reparaturannahme jedoch, sieht das Gericht als interne Arbeitsschutzmassnahme der Werkstatt. Diese falle somit unter die Allgemeinkosten und kann keine Zahlungspflicht auslösen. Von diesem Teil der Rechnung ist die Versicherung somit freigestellt worden.

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