19.10.2020

Digitale Kolonie Deutschland

Deine Meinung zum digitalen Euro ist gefragt

„Zu dumm zum Milch holen. Fällt hin und verbiegt das zwei-Euro-Stück.“ Mit diesem Spruch dürfte es bald zu Ende gehen. Denn die fortschreitende Technologisierung ruft geradewegs nach einer rein digitalen Zahlungsart.

Bargeld ist in aktuellen Zeiten sowieso verpönt und den Steuereintreibern schon lang ein Dorn im Auge. Ausserdem gilt es ständig Münzen und Scheine fälschungssicher zu machen.

Auch werden bei der Herstellung Rohstoffe wie Eisen, Kupfer, Messing, Zinn und Nickel verwendet. Die daraus geprägten Münzen sind es dann auch, welche den Geldbeutel plus Kassiererinnen ständig strapazieren.

Eine Aufzeichnung unserer Zahlungsvorgänge sind wir sowieso schon gewohnt. Seit März 2000 nutzen mittlerweile über 31 Millionen Deutsche den fleißig Daten speichernden Kundenbindungsdienst „Payback“. Im Jahr 2019 wurden in Deutschland schließlich über 60 Billionen Euro bargeldlos umgesetzt. Wobei jede der rund 24 Milliarden Buchungen in den Kontenbüchern der Banken aufgezeichnet wurde.

Würde man die dringend notwendige Vereinfachung des Steuerrechts anstreben, müssten Zahlungskonten sowieso bei einer deutschen oder europäischen Finanzbehörde anstatt bei Privatbanken angedockt sein. So könnte man auf Einnahmen und Ausgaben entsprechend ohne Bürokratie und lästige Steuererklärungen seine heimatliebenden Abgaben leisten.

Auch wird die Welt des Internets immer größer. Filmstreaming, Bundesliga schauen, Videokonferenzen, Projektmanagement, Einkaufen, Informationen sind nur ein kleiner Teil der digitalen Welt mit Zahlungsbedarf.

Anbieter wie Kunden nervt derweil die Übertragung von Bank-, Kreditkarten- oder anderen Zahlungsdaten. Denn dadurch steigt künstlich der Aufwand und schließlich die Preise.

So ist es nicht verwunderlich, dass es aktuell schon zirka 7.500 digitale Währungen weltweit gibt. Sogenannte Kryptowährungen. Herausgeber dieser sind große Internetunternehmen bis hin zu findigen Geschäftemachern.

Klar, haben dieses Thema auch die großen Staaten oder Währungsräume auf dem Schirm und lauern mit eigenen Lösungen. Statt Kryptowährung nennt man diese jedoch schick „digitales Zentralbankgeld“.

Solches digitales Zentralbankgeld ist vor zwei Wochen von China bei einer staatlichen Lotterie in Höhe von 10 Millionen Yuan an 50.000 Gewinner via App ausgezahlt worden.

Das sich da auch die europäische Zentralbank starke Gedanken hinsichtlich der Digitalisierung unseres Euro machen muss, ist logisch.

Deshalb laden die Eurohüter nun unter dem Slogan „Digitaler Euro: Teilen Sie uns Ihre Meinung mit!“ zu einer Befragung ein. Diese richtet sich einerseits an Bürger und Unternehmen, aber auch an Vertreter aus Wissenschaft, dem Finanzsektor sowie Behörden.

Wenn du der europäischen Zentralbank schon immer mal deine Meinung geigen wolltest, wie und ob du die Digitalwährung nutzen würdest, welche Vor- und Nachteile du darin siehts, dann kannst du dies unter folgendem Link tun:

https://epsilon.escb.eu/limesurvey3/434111?lang=de

Wann wir dann einen digitalen Euro bekommen, steht aktuell noch in den Sternen. Die Sorge ist daher gut berechtigt, dass wir Deutschen auch dieses digitale Thema verschlafen. Wodurch wir irgendwann massiv von digitalen Fremdwährungen überrollt und so noch mehr zu einer digitalen Kolonie werden könnten.

Hast du eine zündende Idee zum Thema Kryptowährungen oder allgemein zur Digitalisierung, dann verwirkliche diese gern mit unserem Coaching. Bist du schon auf deinem nächsten Step, helfen dir gern unsere Anwendungen zum Erstellen deines Lebenslaufs, Bewerbungsschreiben oder Kündigungsschreiben.