18.11.2020

Elektronische Patientenakte kommt

Deine Chance in der Technologisierung

Wenn du wegen Rückenstechen zum Allgemeinarzt gehst, dann kann das zur Odyssee werden. Erst verbringst du deine Lebenszeit mit anderen Kranken in einem Wartezimmer. Kann der Arzt adhoc keine Ursache finden, geht ein wahres Verwaltungszinnober los. 

Aber erstmal wirst du mit einem extra ausgedruckten Zettel für die Schmerzmittel aus der Apotheke und einem Überweisungsschein zum MRT verabschiedet.

Deine Blutabnahme ist auf dem Weg ins Labor. Das Ergebnis lässt mit der Post auf sich warten. Der schnelle MRT Termin, war nur durch Beziehungen zu bekommen. Auch hier wird die Diagnose per Post zu deinem Hausarzt gesendet. Dieser muss dann eine papierhafte Akte von dir anlegen, die immer wieder umständlich herausgesucht und weggehängt werden muss.

Nachdem du wieder, diesmal mit anderen Kranken, in einem Wartezimmer sasst, bekommst du einen Überweisungsschein und die MRT Angaben zur Vorstellung bei einem Orthopäden. Da die Ursache deines Rückenstechens noch nicht behoben wurden, auch nochmal ein giftig bedrucktes Papier für die Apotheke.

Zumindest mit dem sinnfreien Ausdrucken von Dokumenten soll ab nächstem Jahr schrittweise Schluss sein.

Ab dem 1. Januar 2021 sollen die gesetzlichen Krankenkassen eine elektronische Patientenakte zur Verfügung stellen. Diese soll dann stetig erweitert und nutzbar gemacht werden. Ziel soll eine sichere, serviceorientierte und barrierefreie digitale Kommunikation zwischen Behandelnden und Patienten sein.

Neben Diagnosen, ganzen Arztberichten oder Röntgenaufnahmen, sollen ab dem Jahr 2022 auch der Impfausweis, der Mutterpass, das gelbe Untersuchungsheft für Kinder und das Zahnbonusheft in die elektronischen Patientenakte eingebracht sein. Zusätzlich sollen Vorsorge- und Rehabilitätionseinrichtungen in die elektronische Patientenakte eingreifen können. 

Ebenfalls 2022 soll ein sogenanntes E-Rezept für verschreibungspflichtige Arzneimittel angeboten werden. Für dessen Umsetzung ist jetzt ein großes US Unternehmen sowie ein Österreichisches beauftragt worden. Auch ist ein elektronischer Überweisungsschein angedacht.

Die Nutzung der elektronischen Patientenakte soll für uns Versicherten freiwillig sein. Welche Daten gespeichert werden, wer Zugriff darauf bekommt, wann Daten gelöscht werden, sollst du für dich entscheiden können. Jedoch schreibt man gerade in Cloud basierten Tools immer mit festem Meißel.

Angeblich sollen klare Regeln für Datenschutz, Datensicherheit und datenschutzrechtliche Verantwortlichkeit dafür Sorge tragen, dass deine Gesundheitsangaben „bestmöglich“ geschützt sind. Die Betonung liegt aus „bestmöglich“.

Krankenhäuser, Ärzte und Apotheker erhalten eine Vergütung, wenn sie uns Versicherten die elektronische Kundenakte verkaufen und bei der Befüllung dieser helfen.

Großes Potential sehen Handelsunternehmen in dem elektronischen Apothekenrezept. Angeblich soll sich Amazon diesbezüglich schon in Stellung gebracht haben.

Technologische Neuerungen halten somit in die Krankenhäuser, Arztpraxen, Rehakliniken, Physiotherapien bis Apotheken Einzug. Dafür braucht es diverse Fachkräfte für die Umsetzung. Willst du dich dafür neu aufstellen, dann frage gern dein Coaching bei uns an oder Erstelle mit unserer Hilfe dein Lebenslaufs, Bewerbungsschreiben oder Kündigungsschreibens.