25.12.2020

Insolvenz Schuldpflicht verkürzt

Hinfallen und Aufstehen jetzt leichter

In diesem Krisenjahr sind die Firmenpleiten im Vergleich zu 2019 um 13,4 Prozent zurückgegangen. Grund dafür sind die staatlichen Unterstützungen von Finanzhilfen, Kurzarbeit und vor allem die Aussetzung der Mietzahlungs- und Insolvenzantragspflicht.

Diese seit März greifenden Maßnahmen dürften eine massive Blase gebildet haben. Welche ab zweiten Halbjahr 2021 zerplatzen wird. Somit werden unternehmerische wie private Insolvenzen zunehmen.

Sich dessen bewusst, hat die deutsche Gesetzgebung jetzt die Restschuldbefreiung in Insolvenzverfahren von sechs auf drei Jahre verkürzt. Unternehmen wie private Verbraucher sind damit früher als bisher von Schulden gegenüber ihren Gläubigern befreit. Die Gläubiger dagegen, müssen so auf drei Jahre mögliche Schuldnachzahlungen verzichten.

Damit auch durch den seit November laufenden Lockdown betroffen Fälle schon davon profitieren können, gilt das Gesetz rückwirkend seit 1. Oktober 2020.

Angeblich ist das Gesetz Teil des deutschen "Konjunktur- und Krisenbewältigungspakts", welcher auf die Vorgaben der EU-Richtlinie über die "Restrukturierung und Insolvenz für den Bereich der Entschuldung" abzielt.

Ausserdem soll das jetzt beschlossene Gesetz den Betroffenen die Chance auf einen zügigen wirtschaftlichen Neuanfang nach der Insolvenz geben. Zu dessen Wirksamkeit muss es jetzt noch vom Bundespräsidenten unterzeichnet und im Bundesgesetzblatt verkündet werden.

Hinfallen und wieder Aufstehen, gehören zu jedem Leben dazu. Wenn du deinen nächsten Schritt planst, unterstützen wir dich bei einem Coaching oder der Erstellung deines Lebenslaufs, Bewerbungsschreiben oder gar Kündigungsschreibens.