21.01.2021

Kennzeichnungspflicht für Influencerauftritte

Regulierung der digitalen Schulhofhelden

Kennzeichnungspflicht für Influencerauftritte

Blogger, Youtuber, Clubhouser, Instagrammer, Twitterer - die Liste der Netzwerkpulsare für Sprüche, Bildchen, Clips und Hörfolgen ist lang. Alle gemein haben sie, Werbung. Entweder dürfen Unternehmen offiziell auf sozialen Medien personalisierte Anzeigen präsentieren oder sie schmeissen heimlich Armeen von Produktclowns bis Hater ins Getümmel.

Markenhersteller von Werkzeugen bis Klamotten freuen sich über jeden bezahlten oder unbezahlten Aufruf. Sogenannte Influencer sind die Helden des 21. Jahrhunderts. Sie bauen sich geschickt eine eigene Peergroup auf und führen die Massen dann gut bis horrend bezahlt in die Hände ihrer Gönner.

Das bei der Vielzahl an sozialen Netzwerken und zu bespielenden Nachrichtenapps der eigene Verstand verlorengeht, umtreibt einige Abtrünnige. So hat zum Schutz der konsumierenden Black-Mirror-Zombies die Bundesregierung jetzt einen klärenden Gesetzentwurf im Auftritt von Influencern veröffentlicht.

Nach diesem müssen Influencer Beiträge, auf denen sie Waren oder Dienstleistungen empfehlen, als Werbeanzeige kennzeichnen, wenn sie dafür ein Entgelt oder eine ähnliche Gegenleistung erhalten.

Ob dies und die gleichzeitige Überarbeitung bestehender Vorschriften den Verbraucher vor unlauterem Wettbewerb schützt, bleibt zweifelhaft. Insbesondere das tragen, zeigen, essen, trinken, nutzen von Markenprodukten bei "unkommerziellen" Posts wird weiter ein Zankapfel bleiben. Schließlich lässt sich nicht alles regulieren. Ausserdem führt jede Regulierung auch zu einem weiteren Verlust des Bürgerverstandes.

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