17.10.2020

Krankschreibung per Telefon

Arztbesuch ab Montag wieder vermeidbar

Hast du Schnupfen und fühlst dich nicht wohl, dann rufe einfach deinen Arzt an. Der gemeinsame Bundesausschuss des deutschen Gesundheitswesens hat nämlich erneut die telefonische Krankschreibung genehmigt. 

Erkrankst du vom 19. Oktober bis 31. Dezember 2020 an einem Schnupfen, kannst du von deinem Arzt telefonisch bis zu 7 Kalendertage krankgeschrieben werden. Dein Arzt muss sich dabei persönlich von deinem Zustand mittels einer eingehenden telefonischen Befragung überzeugen.

Dauert deine Erkältung an, kann deine Krankschreibung bei Bedarf telefonisch für weitere 7 Kalendertage verlängert werden.

Der gemeinsame Bundesausschuss will damit in der aktuellen Situation volle Wartezimmer vermeiden. Denn beim Warten in geschlossenen Räumen steigt das Risiko, sich anzustecken. Auch auf dem Weg in die Praxis ist man dem Risiko einer Ansteckung ausgesetzt. Mit einem sowieso schon geschwächten Immunsystem kann das fatale Folgen haben.

Mit der Krankschreibung per Telefon bei leichten Atemwegserkrankungen hast du eine gute Alternative zum persönlichen Praxisbesuch. Der Bundesausschuss hat wohl aus dem Frühjahr auch gute Erfahrungen mit der Krankschreibung per Telefon gemacht. Versicherte sind mit dieser Variante wohl sehr umsichtig umgegangen.

Die räumlichen Trennung der Krankheitsfälle wird vor allem viele ältere und Risikopatienten ohne Atemwegsprobleme schützen. Ihnen will der gemeinsame Bundesausschuss die Angst vor einem notwendigen Arztbesuch nehmen. Eine erhöhte Ansteckungsgefahr werde durch eine Krankschreibung per Telefon vermieden und andere Krankheiten nicht verschleppt.

Die Krankschreibung per Telefon ist eine deutschlandweite Regelung. Denn regional unterschiedliche Ansagen hätten nur für Verunsicherung gesorgt. Kranke, Hilfsbedürftige und Arbeitgeber haben so eine für ganz Deutschland gültige Aussage.

Vor dem Auslaufen der Regelung im Dezember, will der gemeinsame Bundesausschuss des deutschen Gesundheitswesens über eine Anpassung der zeitlichen Befristung beraten. 

Hast du typische COVID-19-Symptome oder unklare Erkrankungsanzeichen der oberen Atemwege, sollst du - vor einem Arztbesuch - unbedingt telefonisch Kontakt zur Praxis aufnehmen und das weitere Vorgehen besprechen.

Deinem Arbeitgeber musst du trotzdem „unverzüglich“ deine Arbeitsunfähigkeit mitteilen. Auch dein Krankenschein muss je nach Regelung am gleichen Tag oder spätestens drei Tage nach Krankschreibung bei deinem Arbeitgeber sein. Auch deiner Krankenversicherung musst du weiter innert einer Woche deinen Krankenschein vorlegen.

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