03.01.2021

Krise fördert Schwarzarbeit

Stabile Familienkassen durch Pfuschen

In jeder Krisenzeit nimmt die Schwarzarbeit zu. Unternehmen müssen flexibel agieren und dabei sparen. Schwarzarbeiter wollen Einbussen oder Bürokratie bei ihrem Arbeitslosengeld, Sozialhilfe, BAföG oder einer Nebentätigkeitsanzeige bei ihrem Arbeitgeber umgehen.

Dafür arbeiten sie als Spüler, Aushilfsköche, Putzkräfte, Handlanger, Gartenpfleger bis zur Schulnachhilfe lieber für Cash auf die Hand. Nach Schätzungen in Summe wohl für insgesamt mehr als 380 Milliarden Euro allein in Deutschland letztes Jahr.

Neben den üblichen Verdächtigen wie Gastronomie, Tourismus, Bau- oder Nachhilfebranche, dürften durch die aktuelle Krise noch mehr Branchen auf flexible Arbeitskräfte ausweichen. 

Als Arbeitgeber kann man schließlich schwer kontrollieren, was die Angestellten im Homeoffice neben ihren festangestellten Tätigkeiten noch so machen. 

Auch Berufe wie Friseure, die ihren Job nicht ausüben dürfen - wetzen verständlicherweise die schwarze Schere. Schließlich gibt es in den vom Lockdown hart getroffenen Branchen auch weiterhin eine Nachfrage.

Erst 2022 wird mit einer Rückkehr der deutschen Wirtschaft auf Vorkrisen-Niveau gerechnet, wenn nicht sogar noch länger. Das heißt, die Schattenwirtschaft wird auch 2021 zunehmen. So sollen in diesem Jahr 420 Milliarden Euro schwarz erwirtschaftet werden.

Gewerkschaften spitzen deshalb schon seit letztem Jahr den Genossen Bundesarbeitsminister zu einer selbsterhaltenden Regulierungswelle an. Und dieser versucht auch zu liefern. Insbesondere einschneidende Gesetze wie das der „Plattformarbeiter“, „Arbeitsschutzkontrolle in der Fleischbranche“ oder das „Homeofficegesetz“ sollen die alten Pfründe retten.

Wirtschaftswissenschaftler fordern stattdessen eine Lockerung der Regulierung, mit weniger Bürokratie und mehr unternehmerischer Freiheit. Dies entspricht dem Zeitgeist projektorientierter Arbeit und verhindere das Abtauchen in die Schwarzarbeit.

Nur durch schlanke Anmeldeprozedere für flexible Arbeitseinsätze, ohne ausufernder Lohnbuchhaltung und weitere Entlastungen kann der Fiskus an den kurzfristigen Geldtransfers auch teilhaben. Bis dahin werden die von Lohneinbusse oder Mehrausgaben betroffenen Berufsgruppen weiter versuchen, mit allen Mitteln ihre Familienkasse stabil zu halten.

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