29.11.2020

MTA Reformgesetz angekündigt

Bereit für einen Gesundheitsfachberuf?

MTA Gesetzentwurf

Im Juni 2017 forderte die Gesundheitsministerkonferenz eine bedarfsorientierte Ausbildung in den Gesundheitsfachberufen sowie eine Neustrukturierung der Aufgaben- und Kompetenzprofile. Umgesetzt werden sollte das Ganze bis Ende 2019.

Erst im März 2020 entstand dann ein erster konkreter Entwurf, der vom Gesundheitsministerium als „Gesamtkonzept Gesundheitsfachberufe“ betitelt wurde. In diesem wurden folgende Eckpunkte festgehalten:

  • Schulgeldabschaffung
  • Ausbildungsvergütung
  • Revision der Berufsgesetze
  • Durchlässigkeit der Ausbildungen
  • Akademisierung und Direktzugang
  • neue zu regelnde Berufe
  • einhergehende Finanzierungsfragen.

Als notwendig erachtete man dabei die Überarbeitung folgender bundesrechtlich geregelter Ausbildungsberufe:

  • Diätassistentin und Diätassistent
  • Ergotherapeutin und Ergotherapeut
  • Logopädin und Logopäde
  • Masseurin und medizinische Bademeisterin und Masseur und medizinischer Bademeister
  • Medizinisch-technische Assistentin für Funktionsdiagnostik und Medizinisch-technischer Assistent für Funktionsdiagnostik
  • Medizinisch-technische Laboratoriumsassistentin und Medizinisch-technischer Laboratoriumsassistent
  • Medizinisch-technische Radiologieassistentin und Medizinisch-technischer Radiologieassistent
  • Orthoptistin und Orthoptist
  • Physiotherapeutin und Physiotherapeut
  • Podologin und Podologe.

Jetzt ist ein erster Gesetzentwurf vorgelegt worden, nach dem vier Berufe in der medizinischen Technologie für Laboratoriumsdiagnostik, Radiologie, Funktionsdiagnostik und Veterinärmedizin reformiert werden sollen. 

Angeblich wär in der aktuellen Krise die „Bedeutung dieser Berufsgruppe insbesondere bei der Versorgung von Patientinnen und Patienten auf der Intensivstation besonders deutlich geworden“.

Die zukünftigen medizinisch technischen Assistenten (MTA) sollen einen verbindlich vorgesehenen Ausbildungsvertrag mit angemessener Ausbildungsvergütung erhalten. Zusätzlich dürfen Bildungsträger für die zukünftige Ausbildung kein Schulgeld mehr erheben.

Die aktuelle Berufsbezeichnung wird zukünftig auch anders lauten. Man darf sich dann medizinische Technologin oder medizinischer Technologe im jeweiligen Beruf nennen, also für Laboratoriumsdiagnostik, Radiologie, Funktionsdiagnostik und Veterinärmedizin. Am bisherigen Umfang der Tätigkeiten wird sich jedoch nichts ändern.

Die Ausbildungsziele der entsprechenden Fachrichtungen werden modernisiert, spezifiziert und kompetenzorientiert formuliert. Demzufolge werden auch die allgemeinen Vorgaben zur Ausbildung konkretisiert und neu strukturiert. Der in der Ausbildung zu absolvierende Praxisteil soll umfangreicher werden.

Das „MTA-Reformgesetz“ benötigt die Zustimmung des Bundesrates und soll Anfang 2021 abgeschlossen sein. Die Änderungen für die medizinischen Technologen sollen jedoch erst am 1. Januar 2023 in Kraft treten.

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