29.01.2021

Mehr Teilzeitarbeit in Elternzeit

Geplante Änderungen beim Elterngeld

Der deutsche Bundestag hat eine Reform beschlossen, nach der Eltern während ihrer Elternzeit mehr Stunden in Teilzeit arbeiten können.

Im Genauen sollen betroffene Eltern künftig 32 statt bisher 30 Wochenstunden in Teilzeit arbeiten dürfen. Wenn beide Partner in Teilzeit arbeiten, können sie über die Aufteilung der Arbeitsstunden in einem Rahmen von 24 bis 32 Stunden selbst entscheiden, bisher sind es 25 bis 30 Wochenstunden.

Die Höhe des Elterngeld berechnet sich am Nettoverdienst vor der Geburt des Kindes. Der Betrag liegt bei mindestens 300 Euro und höchstens 1.800 Euro im Monat.

Nach den Plänen des Bundestages soll sich das Elterngeld künftig nicht verringern, wenn Eltern Lohnersatzleistungen wie Kurzarbeitergeld oder Krankengeld beziehen. Wer jedoch vor Geburt Arbeitslosengeld-II-Leistungen bezieht, muss weiter das Elterngeld beantragen. Dieses wird dann förderschädlich als Einkommen gewertet und bei den Leistungen der Grundsicherung gegengerechnet.

Für den vollen Bezug über 14 Monaten müssen Paare sich weiter bei der Betreuung so aufteilen, dass jeder Partner mindestens zwei Monate pausiert. Bei Kombination mit Teilzeitarbeit verlängert sich die Bezugsdauer. Alleinerziehende bekommen grundsätzlich 14 Monate Elterngeld gezahlt. 

Mütter und Väter von Frühchen, also Kindern die vor dem errechneten Geburtstermin auf die Welt kommen, sollen nach den neuen Gesetzentwürfen bis zu vier Monate länger Elterngeld erhalten.

So soll jedoch lediglich das Basiselterngeld von 300 Euro um einen weiteren Monat ausgezahlt werden, wenn ein Kind mindestens sechs Wochen vor dem voraussichtlichen Entbindungstermin ankommt. Bei Frühchen von mindestens acht Wochen, beträgt der zusätzliche Anspruch zwei Monate. Bei zwölf Wochen sollen es drei Monate sowie abschliessend bei 16 Wochen vier zusätzliche Monate sein.

Auch sollen Spitzenverdiener nicht mehr von dem Elterngeld profitieren. So sollen Eltern, die gemeinsam über ein Jahreseinkommen von mehr als 300.000 Euro verfügen, kein Elterngeld mehr bekommen. Bislang lag diese Grenze bei 500.000 Euro. Die Einkommensgrenze für Alleinerziehende soll dabei unverändert bei 250.000 Euro liegen.

Das Gesetz soll am 1. September diesen Jahres in Kraft treten, sofern es die Zustimmung des Bundesrates bekommt.

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