02.12.2020

Milliardenfonds für Start-ups geplant

Innovative Ideen bekommen Geldspritze

Willst du in Deutschland ein Startup gründen, brauchst du viel Nerven und FIAT-Geld. Denn die rechtlichen Rahmenbedingungen auf allen Ebenen des Unternehmertums sind in den letzten 71 Jahren in Deutschland immer komplexer geworden.

Die seit 30 Jahren verschlafene Digitalisierung der Welt fördert zusätzlich einen angstgetriebenen Regulierungswahn. Dazu gesellt sich die Tatsache, das nach Angaben der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) Deutschland die weltweit zweithöchste Steuer- und Abgabenlast aufweist.

In so einem Umfeld als Selbständiger loszulegen ist schwierig. So sank die Zahl der Unternehmensgründungen in Deutschland von noch über 1,5 Millionen im Jahr 2001 auf 605.000 im letzten Jahr. Dagegen gab 614.200 Gewerbeabmeldungen in 2019.

Diese negative Entwicklung wird auch noch durch ein anderes Thema angefacht. Rund 70 Prozent der 16- bis 25jährigen Deutschen wollen laut dem Meinungsforschungsinstituts Yougov in diesem Alter ein eigenes Unternehmen gründen.

Leider setzt dies wie an den Gründungszahlen zu erkennen, nur ein Bruchteil der einst so motivierten auch wirklich um. Denn die vorhandene Unternehmermentalität wird offensichtlich schon durch das schwerfällige Schulsystem zermahlen, in dem es keinen großen Platz für selbständiges Denken und Handeln gibt.

Das diese Gesamtkonstellation in Deutschland kein guter Nährboden für Investitionen ist, hat jetzt auch die deutsche Politik erkannt. Aber nicht, dass man jetzt Steuern- sowie Abgaben vereinfacht und davon abhängige Strukturen verschlankt oder die Bildung reformiert. Man wirft mal wieder den Eurodrucker an.

Aktuell im Haushaltausschuss des Bundestages diskutiert, will man durch einen "Beteiligungsfonds für Zukunftstechnologien“ bis 2030 an die 10 Milliarden Steuergelder in Start-ups stecken. Mit dieser sehr zweifelhaften Methode möchte man private Investorengruppen anlocken, die dann ebenfalls in die jungen Unternehmen investieren sollen.

Der geplante Fonds soll dabei als Dachfonds agieren. Dieser würde sich somit lediglich an weiteren kleineren Risikokapitalfonds beteiligen, welche dann ausgewählte Start-ups finanziell unterstützen. Allerdings soll es zu den genauen Regularien der Start-up Förderung noch Abstimmungen zwischen dem Bundesfinanz- und dem Wirtschaftsministerium geben.

Jedoch wirst du als aufmerksamer Leser bemerkt haben, dass diese Gelddusche schwer funktionieren wird. Denn wer will in einem solchen wirtschaftlichen Wagnisland in staatlich unterstützte Unternehmen investieren? Risikokapital ist auf Wachstum ausgelegt. Gewinne ich als Start-up einen staatlich geförderten Preis reicht das nicht, beziehungsweise wirkt dies sogar abschreckend.

Europäische Unternehmen, die staatlich gefördert werden, dürften auf ausländischen Märkten nämlich schwer Fuß fassen. Innovative Start-ups mit einer Wachstumschance werden von anderen Kontinenten einfach weggekauft. Sodass die Wertschöpfung nicht in Deutschland bleibt.

Denn die milliardenschweren Unternehmen aus Asien und den USA haben viel mehr Kaufkraft. 10 Milliarden in 10 Jahren erscheinen da mehr als lächerlich. Zumal es auch eher um Zukäufe aus dem Ausland gehen müsste.

Wie auch immer, hast du eine gute Idee oder willst bei einer mitarbeiten, dann leg los. Geld dafür scheint ja erstmal da zu sein. Möchtest du dich vorher durch ein Coaching stärken, stehen wir dir gern zur Seite. Dies auch bei der Erstellung deines Lebenslaufs, Bewerbungsschreiben oder gar Kündigung.