10.03.2021

Minijobs in Gefahr

Geringfügige Beschäftigung auf dem Prüfstand

Minijobs in Gefahr

Neben dem Hauptjob, dem Studium, krankheitsbedingt oder als rüstiger Rentner einen Aushilfsjob, das ist in Deutschland keine Seltenheit. 

So gab es laut Bundesarbeitsagentur im November 2020 rund 4,16 Millionen ausschließlich geringfügig Beschäftigte und dazu 2,90 Millionen geringfügig Beschäftigte im Nebenjob.

Im Vergleich zum Vorjahr ist dies ein Rückgang von 508.000 sogenannten Minijobs. Die ausschließlich geringfügig entlohnten Beschäftigungen sanken um 273.000 und die im Nebenjob um 236.000. Somit kann man erkennen, das die Nebenjobs vergleichsweise stärker von der Krise betroffen waren.

Minijobs bieten derzeit Beschäftigungsmöglichkeiten mit einem monatlichen Einkommen von bis zu 450 Euro. Für die Minijobber fällt in diesem Beschäftigungsverhältnis keine Lohnsteuer an und von dem Beitrag in Höhe von 3,9 Prozent zur Rentenversicherung kann man sich befreien lassen. Andere Sozialversicherungsbeiträge fallen für die Arbeitnehmer nicht an.

Dafür muss der Arbeitgeber mit einer Pauschalabgabe von rund 31 Prozent für Sozialversicherung plus Pauschalsteuer deutlich mehr zahlen als bei normal Beschäftigten. Da fallen nur rund 20 Prozent Abgaben an.

Das die Minijobs einen wichtigen Beitrag zum Funktionieren der Mikrowirtschaft und zum Erfolg kleinster bis mittlerer Betriebe leisten, erkennt man schon an der Masse der Beschäftigen. Das sie darüberhinaus eine wichtige Aktivierungs- und Pufferfunktion für einkommensschwache Bevölkerungsgruppen darstellen, ist ebenso ersichtlich.

Minijobs können dazu aktuell einen wesentlichen Beitrag zum Wiederaufbau nach der Krise und allgemein beim Starten von Unternehmungen leisten. Dazu kommt, das projektbezogenes Arbeiten die Zukunft sein wird. Europa und Deutschland braucht also die Minijobs oder sogar noch bessere, flexiblere Beschäftigungsformen.

Unverständlich ist deshalb die negative Haltung des Instituts für Arbeitmarktforschung der Arbeitsagentur bei einer aktuellen Anhörung im Bundestag zum Thema „Geringfügige Beschäftigung: Ausweiten oder Abschaffen?“

Dort wurde mit Verweis auf grösstenteils veraltete Studien die wichtigen Funktionen der Minijobs madig gesprochen. Das krampfhafte Klammern von behördlichen "Experten" an alte Strukturen von Gewerkschaften bis zu den maroden Sozialversicherungssystemen war wiedermal deutlich zu vernehmen.

Deutschland braucht weniger Bürokratie, weniger Abgaben und einfachere, flexiblere Beschäftigungsmodelle. Nur so macht der Schritt ins Unternehmertum, in die gesellschaftliche Wertschöpfung und Beschäftigung Sinn.

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