11.02.2021

Mobiles Arbeiten bald vorbei

Angestellte sollen zurück ins Büro

Mobiles Arbeiten bald vorbei

Homeoffice oder vielfach richtiger das „mobile Arbeiten“, steht seit einem Jahr im Fokus der Arbeitswelt und ist damit indirekt Treiber vieler neuer Arbeitsweisen und Arbeitswerkzeuge.

Auch stellt sich laut die Frage, ob ein Büroarbeitsplatz mit Präsenzpflicht überhaupt noch zeitgemäss ist. Schliesslich verbraucht eine während der Arbeitszeit leerstehende Wohnung, die ständige Pendelei zum Arbeitgeber und der dort zur Verfügung gestellte Arbeitsplatz sinnfrei wertvolle Ressourcen.

In Zeiten der Energieverteuerung, eines neuen Klimabewusstseins und akuter Wohnraumknappheit in Ballungsgebieten steigen die Begehrlichkeiten gegen künstlich am Leben gehaltene Büroflächen. Die nach einem 8 Stunden-Arbeitstag meist weitere 16 Stunden ungenutzt an der Nachhaltigkeit nagen.

Arbeitet man mobil in den eigenen vier Wänden reichen dazu laut Arge-Institut 5 bis 10 Quadratmeter Platzbedarf. In einem Arbeitgeberbüro fallen dagegen 23 bis 45 Quadratmeter Fläche an, der Größe einer Singlewohnung.

Bei 14,8 Millionen Menschen, die in Deutschland im Büro arbeiten, ergibt sich so ein mächtiges Einsparpotential. Wenn denn die Unternehmen, auch nach der Krise, ihre Bürotätigkeiten umstrukturieren würden. Doch danach sieht es laut einer aktuellen Umfrage des  Instituts der deutschen Wirtschaft nicht aus.

Bei der Befragung von fast 1.300 Unternehmen zeigte sich nämlich, dass die meisten Unternehmen keinen großen Änderungsbedarf an ihren Büroflächen sehen.

Am häufigsten planen logischerweise Betriebe ihre Büroflächen zu reduzieren, die in Zukunft ihre Beschäftigten mehr mobil arbeiten lassen wollen. Insgesamt bleibt nach der Umfrage aber ein Einfluss mobiler Arbeitsformen auf die Büroflächen vorläufig eher gering.

Das liegt wohl besonders daran, dass zwei Drittel der befragten Unternehmen nicht vor haben, ihren Beschäftigten nach der Krise mehr mobile Arbeit als davor zu ermöglichen. Somit wird das Gros der Angestellten wohl notgedrungen wieder in ihre Büros zurückkehren.

Anstatt eigene Büroflächen abzubauen, wollen rund 17 Prozent der Unternehmen diese auch nur umgestalten. So sollen etwa Gruppenbüros aufgelöst werden, zusätzliche Kommunikationsflächen geschaffen oder sogar die Abstände zwischen den Arbeitsplätzen noch erhöht werden. 

Vor allem große Unternehmen sind mit 41 Prozent und unternehmensnahe Dienstleister mit 24 Prozent schon mit konkreten Plänen der Umgestaltung unterwegs.

Nach diesen Zahlen, dürfte der Hype um mobile Arbeitsformen erstmal wieder im deutschen Dauerschlaf versinken. Anstatt flexible und dezentrale Arbeitsformen auf der ganzen Welt zu ermöglichen und Präsenzpflichten in nachhaltigeren Coworkingstrukturen zu organisieren, wird weiter ein hoher Preis für die starren deutschen Arbeitsgesetze und Sozialversicherungsregelungen bezahlt.

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