07.10.2020

Mobiles Arbeiten ist Naturgesetz

Boxkampf Homeoffice vs. Mobiles Arbeiten

Die Ankündigung vom deutschen Arbeitsminister Heil für "Das Mobile-Arbeit-Gesetz“ ist schon ein paar Monde her. Das man nicht von einem "mobile Arbeit“ Gesetz sprechen kann, war schon immer an der Begrifflichkeit klar. Das du keine zukunftsweisende Unterstützung bei deinem "mobilen Arbeiten“ erwarten kannst, ist jetzt mit Vorlage des Gesetzesentwurfs deutlich geworden. 

Mit dem Gesetz will man scheinbar eine regelmäßig pro Woche oder Monat stattfindende "mobile Arbeit“ zum "Homeoffice“ deklarieren und somit alte Pfründe sichern. Um das zu erkennen, muss man den feinen aber großen Unterschied zwischen "Homeoffice“ und "mobiler Arbeit“ kennen.

Bei "Homeoffice“ redet man von einem festen Arbeitsplatz bei dir zuhause, der vom Arbeitgeber auf arbeitsschutzrechtliche Standards geprüft werden muss. Außerdem musst du als Arbeitnehmer dort immer anzutreffen sein. Ein Abstecher ins Café um die Ecke und dort am Laptop werkeln, ist beim "Homeoffice" also nicht drin.

"Homeoffice" ist quasi der nette staatliche Versuch die erstmals 1911 gesetzlich geregelte Heimarbeit ins 21. Jahrhundert zu überführen.

Anders ist es da bei der "mobilen Arbeit“. Dort erhältst du als Arbeitnehmer nämlich nur einen Arbeitsauftrag. Wo du diesen erfüllst, ist egal. Mit dem Laptop ins Café um die Ecke, zum CoworkingSpace oder ab auf die duftende Wiese - ist ganz dir überlassen. 

Das Arbeitsministerium möchte nun sichtlich die Freiheitsgrade dieser "mobilen Arbeit“ beschneiden. So soll es ein Mitbestimmungsrecht für Gewerkschaften, Betriebs- und Personalräte bei deiner mobilen Arbeit geben. Du sollst mit deinem Arbeitgeber feste Zeiten vereinbaren, wann du zuhause erreichbar sein sollst, aber auch wann nicht.

Hattest du bisher keine Stechuhr beim "mobilen Arbeiten", wird dein Arbeitgeber zukünftig genau wissen wann du arbeitest. Du sollst nämlich bei allem Engagement, Projektdenken und unterschiedlichen Biorythmen zwingend eine digitale Stechuhr betätigen. Kontrolliert dein Arbeitgeber diese nicht, wird er zu einem Bussgeld von wohl bis zu 30.000 Euro verdonnert.

Verkauft wird "Das Mobile-Arbeit-Gesetz“ als Heilsbringer. Du sollst schließlich einen gesetzlichen Anspruch auf 24 Tage nennen wir es mal „homeoffice Arbeiten“ bekommen.

Das die neue 5G Technik mit Industrie 4.0 das völlig freie Arbeiten ermöglichen wird und der Volksmund im "Homeoffice" eigentlich das "mobile Arbeiten" sieht, scheint im deutschen Arbeitsministerium noch nicht angekommen zu sein. Zum Glück hat das Bundeskanzleramt diesen Gesetzentwurf jetzt erstmal einkassiert und sachliche Kritik wird laut.

Wie du dich für das "mobile Arbeiten“ startklar machen kannst, erfährst du gern in einem Coaching. Bist du schon auf dem Sprung ins Arbeiten der Zukunft, dann helfen wir dir gern mit unseren Anwendungen zum einfachen Erstellen deines Lebenslaufs, deiner Bewerbungen oder gar deiner Kündigung.