23.03.2021

Nationale Weiterbildungstrategie

Unternehmen planen Fachkraftausbildung besser selbst

Nationale Weiterbildungstrategie

Seit dem Jahr 2019 gibt es unter der Federführung des Bundesbildungsministeriums in Deutschland eine „nationale Weiterbildungsstrategie“. Ziel dieser sollte eine selbstbestimmte, lebenslange Erkenntnis zur Durchführung von beruflichen Weiterbildungen sein.

Schon die damals postulierten Schwerpunkte kamen jedoch mehr treibend als begeisternd daher.

Die Federführung dieser nationalen Weiterbildungsstrategie soll laut Ministerium vorrangig bei den Unternehmen liegen. Schliesslich sind diese die Abnehmer der Weitergebildeten und benötigen diese, um den Staat mit seinen diversen Wasserträgern am Leben zu halten.

Komisch wird es deshalb bei der Aufzählung der Partner dieser nationalen Weiterbildungsstrategie. Lediglich drei Arbeitgeberverbänden stehen fünf Gewerkschaften, zwei staatlich verordnete Handwerkskammern, die Bundesarbeitsagentur, drei Ministerkonferenzen plus drei Bundesministerien gegenüber.

Laut aktueller Umfrage des statistischen Bundesamtes hatten im Jahr 2020 rund 66 Prozent der Unternehmen Schwierigkeiten beim Rekrutieren von IT-Fachkräften.

Ob mit der politisch geführten „nationalen Weiterbildungsstrategie“ der Mangel an modernen und dringend benötigten Fachkräften behoben sowie der eigene Wunsch jedes Bürgers nach Weiterbildung erzeugt werden kann, scheint weiter mehr als fraglich. Unternehmen nehmen daher ihre Fachkräfteausbildung besser selbst in die Hand.