10.12.2020

Plastik vermüllende Konzerne 2020

Neue Wege in der Umverpackung gesucht

Im Pazifischen Ozean liegt der tiefste Punkt der Welt. Der sogenannte Marianengraben ist an manchen Stellen bis zu 11.000 Meter tief. Genau dort hat der US Amerikaner Victor Vescovo am 28. April letzten Jahres einen neuen Rekord im Tiefseetauchen von 10.928 Metern aufgestellt.

Vescovo verbrachte damals rund vier Stunden am Ozeanboden. Noch nie hatte ein einzelner Mensch so viel Zeit am Grunde des Ozeans verbracht. Er erforschte mit seinem U-Boot genau die Umgebung. Dabei entdeckte der Amerikaner vier bisher unbekannte Tierarten und natürlich - Plastik.

Plastikverpackungen von Süssigkeiten, Getränken bis Kosmetika belasten die Umwelt und Gesundheit des Menschen weltweit. Dabei sind einige Marken besonders häufig anzutreffen. Das Bündnis „Break Free From Plastic“ stellt jährlich die dabei auffälligsten Konzerne fest.

Für das Ranking sammelten dieses Jahr weltweit rund 15.000 Freiwillige insgesamt knapp 350.000 Teile von Plastikverpackungen ein. Davon waren 63 Prozent mit einem Markenlogo versehen. 

Coca-Cola ist laut dem Bündnis der weltweit größte Kunststoffsünder. In 51 von 55 untersuchten Länder seien die Plastikflaschen des Weltkonzerns am häufigsten an Stränden, Flüssen oder in Parks in die Natur geworfen worden.

Das Coca-Cola-Logo prangte demnach auf 13.834 gefundenen Plastikflaschen. Nestlé, der weltweit größte Nahrungsmittelkonzern mit Sitz in der Schweiz belegte mit 8.633 Plastikfunden den traurigen zweiten Platz. Gefolgt von Colgate-Palmolive, Unilever sowie 5.155 Plastikteilen des PepsiCo Konzerns.

Die plastikverpackenden Umweltsünder machten dem Bündnis zufolge bei der Vermeidung von Plastikmüll „null Fortschritt“. Zwar werden entsprechend des gesellschaftlichen Wandels, Nachhaltigkeitsversprechen abgegeben. Ein Blick in die Supermarktregale verrät aber dessen Scheinheiligkeit. 

In Deutschland haben wir zwar eine Recyclingquote von mehr als 40 Prozent, jedoch werden nach dem von der Umweltorganisation BUND herausgegebenen „Plastikatlas“ nur etwa 16 Prozent des Plastikmülls wiederverwendet.

Vor allem kleine Händler setzen immer mehr auf unverpackte Produkte und geben der guten alten unbedruckten Papiertüte wieder Auftrieb. Auch werden schon vereinzelt individuelle plastikfreie Mehrwegsysteme zur Kundenbindung eingesetzt.

Hast du eine grandiose Idee für nachhaltige Umverpackungen, dann ist jetzt deine Chance.  Denn wie schon berichtet, ist ab dem 3. Juli 2021 auch die Herstellung von Einwegplastik in der Europäischen Union nicht mehr erlaubt.

Wir unterstützen dich auf deinem nachhaltigen Wirken mit einem Coaching oder bei der Erstellung deines Lebenslaufs, Bewerbungsschreiben oder gar Kündigungsschreibens.