05.11.2020

Seelotswesen sucht dich

Ausbildungsänderung zum Seelotsen m/w

Du musst nicht wie Klaus Störtebecker einen 4-Liter-Humpen mit einem Zug leeren können, um auf See zu fahren. Die Bundesregierung hat jetzt einen Gesetzesentwurf veröffentlicht, nachdem du gesundheitsschonender Seelotse werden kannst.

Das Seelotswesen ist für die Sicherheit des Schiffsverkehrs an den deutschen Küsten wichtig. Denn durch die Beratung von ortsfremden Kapitänen können diese sicher durch unsere Schifffahrtsstraßen auf See manövrieren.

Jedoch trifft die Überalterung unserer Gesellschaft auch das Seelotswesen. Dazu kommt noch, dass immer weniger Schiffe unter deutscher Flagge fahren. So kommen Seelotsenanwärter schwer auf ihre aktuell noch geforderte Seefahrtzeit. Dadurch verzeichnet man zunehmend einen Bewerbermangel für den Beruf des Seelotsen.

Das soll sich mit dem jetzt veröffentlichten Gesetzesentwurf jedoch ändern. So sollen die Zugangsvoraussetzungen durch eine grundlegende Änderung der Ausbildung zum Seelotsen effizienter gestaltet werden.

Bei der Neukonzeption der Ausbildung soll die klassischen Seefahrtzeit durch eine bedarfsgerechte Praxisausbildung abgelöst werden. Statt der bisherigen Ausbildungszeit von acht Monaten plus vorausgehender Fahrpraxis als Kapitän, sollen die Anwärter eine maximal zweijährige, modulare Ausbildung durchlaufen. Die Kompensation der Fahrtzeit soll durch eine intensivere und umfassendere psychologische Eignungsbeurteilung erreicht werden.

Die Abänderung der Ausbildung, welche sich je nach Einstieg gegenüber dem bestehenden System auch verlängern kann, erfordert eine Anpassung des bisherigen Finanzierungsmodells. Dafür hat die Bundesregierung eine Anschubfinanzierung von knapp über 9 Millionen Euro geplant.

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