15.11.2020

Steuergelder für "Staatsfeind"

Deine Zukunft ist massiv gefährdet

Stell dir mal vor, du willst in die Single-Disco gehen. Der einzige Discobetreiber wirbt mit freien Eintritt für die Damenwelt. Dir knöpft er an der Kasse aber einen horrenden Eintritt ab.

Du bezahlst artig, jedoch lässt dich der Türsteher nicht rein. Denn der tanzt lieber selbst mit den Ladies. Du gehst zurück zur Kasse. Doch die zuckt nur mit den Schultern, Eintritt gibts nicht zurück. Ausserdem hätte der Türsteher mehr als du dafür bezahlt, das er den Einlass regeln darf.

Der Witz kommt aber noch. Denn der Türsteher erpresst jeden Monat ein Schutzgeld von dir, weil er dich angeblich auch gegen den monopolistischen Discobetreiber beschützt. Einer anderen Tätigkeit geht der Türsteher nicht nach.

In der Damenwelt ist der Türsteher hoch angesehen. Er kann zwar nicht gut tanzen, dafür ist er sehr spendabel und sein Konterfei prangt auf allen Medien.

So wie dem abgeblitzten Tanzprofi geht es gerade vielen Unternehmen und gemeinnützigen Einrichtungen. Sie können ihre extra einstudierten, atemberaubenden Moves nicht mehr präsentieren. Und die Damenwelt weiß nicht, was sie eigentlich verpasst.

Denn diese Woche hat wieder ein Ministerium, diesmal das deutsche Gesundheitsministerium freudestrahlend im Medienlicht seine Tätigkeit als „Türsteher“ verkündet.

Worum ging es dabei: Das Gesundheitsministerium ist jetzt auch eine Partnerschaft mit Google eingegangen. Während sich die anderen Ministerien mit ihren teuren Websites bisher nur Anzeigenkampagnen bei Google leisten, setzt Gesundheitsminister Spahn noch einen obendrauf.

Ab sofort steht die eigens von einer Internetagentur angefertigte Website des Ministeriums bei relevanten Stichworten zum Thema Gesundheit in der Googlesuche immer! ganz vorn.

Der in der Öffentlichkeit als Staatsfeind Nummer eins ausgerufene Datenkrake, wird ab sofort also durch eine weitere staatliche Einrichtung, diesmal aber exklusiv, mit wertvollen Steuergeldern und Bürgerdaten genährt. Und das, obwohl es wie bei den Themen Existenzgründung bis KfW-Kreditvergabe keinerlei Notwendigkeit dafür gibt.

Bestehenden nichtstaatlichen Einrichtungen, deren Geschäftsmodell, Stiftungs- oder Vereinszweck  auf dem Offerieren von höchst qualifiziertem Content beruht, wird nun auch in einem weiteren Markt komplett die Basis weggezogen. So finden gerade im Gesundheitsbereich wichtige und zum Teil lebensrettende Produkte, Methoden oder Dienstleistungen nicht mehr ihren Adressaten.

Neben den Patienten leiden unter der aktiven Markteinmischung des „Staates“ vor allem die Beschäftigungen. Können die Unternehmen und Einrichtungen sich nämlich nicht mehr auf dem Markt zeigen, fehlen die Umsätze oder gemeinnützigen Angebotsannahmen. Dadurch fehlt das Geld oder der Sinn für Investition und Beschäftigung. Wodurch es auch keine Innovation mehr gibt.

Junge Einrichtungen bekommen durch die Staatseinmischung keinen Marktzugang mehr. Somit gibt es auch keine besseren Angebote für die Patienten. Denn der Wettbewerb ist ausgeschalten.

Dies betrifft auch die Qualität des Contents. Denn ob Beamte oder Angestellte im öffentlichen Dienst die neuesten Forschungsergebnisse oder Erkenntnisse in den Content einpflegen, ist mehr als fragwürdig. Unternehmen und Einrichtungen die an den Themen täglich motiviert dran sind, machen dies. Beziehungsweise die Spezialisten von Wikipedia.

Eindeutiges Fazit ist: Der „Staat“ hat sich aus den Märkten rauszuhalten. Ansonsten gefährdet er das Unternehmertum, die daraus resultierenden Steuereinnahmen, ebenso Sponsorengelder für gemeinnützige Vereine oder Stiftungen, Arbeitsplätze und Leistungen für sozial Schwache oder Kranke.

Wir würden dir jetzt eigentlich gern noch einen Link zu unseren Anwendungen für deine Zwecke geben.

Stattdessen möchten wir dich dringlichst bitten, mal kurz über diese gefährliche Entwicklung nachzudenken. Und welche Konsequenzen du gegebenenfalls daraus ziehen kannst...