21.03.2021

Tag des Waldes

Natur und Arbeit im Kreislauf

Tag des Waldes

Zum Glück haben wir ihn noch - unseren Wald. Ein sensibles Ökosystem, was uns seit Jahrtausenden das Überleben und Arbeit sichert. Denn neben Erholung, frischer Luft sorgt er auch für den Wasserkreislauf, unser Klima sowie die Artenvielfalt an Pflanzen und Tieren. Behutsam ausgenutzt, spendet er ausserdem wertvolles Baumaterial für natürliches Wohnen, Kunst bis Musik.

Durch die zunehmende Besiedelung und vor allem die industrielle Landwirtschaft ist der Wald nicht nur am Amazonas in Gefahr. So sind in Europa insbesondere die Bäume mit viel Wasserbedarf bedroht. Warme Winter fördern zusätzlich die massive Vermehrung von Schädlingen.

Auch soll es immer noch zukunftsresistente Menschen geben, welche ihren Müll absichtlich in den Wald schaffen und so die Verseuchung des eigenen Trinkwassers oder der Nahrung fördern. Wider der Erkenntnis, dass alles ein Kreislauf ist.

Allein ein versehentlich verlorenes Papiertaschentuch braucht bis zu fünf Jahre um zu verrotten. Zigarettenstummel benötigen 10 Jahre und Plastiktüten etwa 20 Jahre bis sie zerkleinert sind. Dabei schädigen sie mit ihren Kunststoffpartikeln auch darüberhinaus sensibel den Kreislauf. Genauso wie Babywindeln, welche rund 450 Jahre zum Zerkleinern brauchen.

Auch sogenannte Grünabfälle gehören nicht in den Wald. Ganze heimische Landstriche stehen jetzt schon durch eingeschleppte, verdrängende, fremdländische Baumarktgewächse vor dem Kollaps. Zudem entsteht beim Verrotten des Kleingartenabfalls in der freien Natur ein schädliches Mikroklima bis Waldbrände.

Wer illegal Abfälle im Wald entsorgt oder seinen Müll hinterlässt, darf mit empfindlichen Bussen rechnen. Auch jegliches, achtloses Wegwerfen von mitgebrachten Dingen im Wald gehört nicht ins 21. Jahrhundert. Als Kavaliersdelikt zählt heute das Aufheben und sachgerechte Entsorgen von Unrat, wenn man solchen beim Besuch des Waldes entdecken sollte.