22.01.2021

Transparenz von Entgeltstrukturen

Lohndiskriminierung aufgrund Geschlecht verhindern

Das Frauen im Durchschnitt 20 Prozent weniger als Männer verdienen, hat letztes Jahr schon das Statistische Bundesamt in Wiesbaden bestätigt. Ein besonderer Fall ist jetzt vom Bundesarbeitsgericht in Erfurt verhandelt worden.

Vorab aber. Seit Sommer 2017 gibt es in Deutschland ein Entgelttransparenzgesetz. Dieses soll für mehr Lohngerechtigkeit zwischen Frauen und Männern sorgen.

Laut diesem Entgelttransparenzgesetz hast du in Betrieben mit mindestens 200 Beschäftigten und mindestens sechs Arbeitnehmern in deiner Vergleichsgruppe des anderen Geschlechts, einen Informationsanspruch. Dein Arbeitgeber muss dann das mittlere Einkommen der Vergleichsgruppe nennen.

Das Bundesarbeitsgericht hat jetzt die Verhandlungsposition in solchen Streitfällen präzisiert. Verdient etwa eine Frau weniger als das mittlere Einkommen der Männer in gleicher Position, stellt dies laut der Erfurter Richter ein Indiz für die Diskriminierung aufgrund des Geschlechts dar. Der Arbeitgeber kann diesen Diskriminierungsverdacht zwar entkräften. Jedoch muss allein er das klar beweisen.

Kann er dies nicht, muss er „geeignete Massnahmen“ zur Beseitigung der Benachteiligung  ergreifen. Betriebe mit über 500 Beschäftigten sind vom Gesetzgeber sogar aufgefordert, durch regelmäßige, selbst durchzuführende Prüfverfahren eine natürliche Entgelttransparenz herzustellen.

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