07.01.2021

Vielfalt statt Frauenquote

Frauen in Leitungspositionen sind wichtig

Vielfalt oder auf neudeutsch „Diversität“ ist für ein Unternehmen in vielerlei Hinsicht wichtig. Verschiedene Sichtweisen, Standpunkte, Erfahrungen, Wissensvorräte führen zu Innovation und somit zu einer Überlebensfähigkeit. Gerade im Dienstleistungssektor ist Diversität nicht mehr wegzudenken.

Statt diese positive Kultur mit wirksamen Projekten in die Öffentlichkeit zu tragen, hat die Politik jetzt eine Gruppe von besonderen "Merkmalsträgern“ zur Quote gemacht. Nämlich leider unsere Frauen.

Obwohl man schon 2015 dieses Thema gesetzlich verankerte, hat die Bundesregierung jetzt einen weiteren, restriktiveren Gesetzentwurf auf den Weg gebracht. Dieser beinhaltet eine klare Frauenquote für Vorstände in großen Unternehmen.

So müssen in Vorständen börsenkotierter und Unternehmen mit einem leitenden Gremium aus mehr als drei Mitgliedern mindestens eine Frau sitzen. Dies betrifft aktuell wohl 30 von 70 betroffenen, freien deutschen Unternehmen.

Für Betriebe mit einer Mehrheitsbeteiligung des Bundes gibt es eine noch härtere Quote. Dort müssen bei mehr als zwei Mitgliedern in der Geschäftsführung mindestens eine Frau dabei sein. Dies sind an der Zahl wohl 90 Einrichtungen. 

Außerdem müssen Unternehmen weiterhin genau begründen, wenn sie für den Vorstand sowie die beiden obersten Leitungsebenen darunter oder den Aufsichtsrat ohne Frauen planen.

Das man das gleichzeitig aufploppende Schimpfwort "Quotenfrau“ vermeiden und diese Situation viel eleganter hätte lösen können, zeigt ein Blick in die Leitungsebenen des öffentlichen Dienstes.

Allein bei den auf Bundesebene besetzten Leitungsfunktionen sind lediglich 35 Prozent Frauen. Je höher man die Karriereleiter im öffentlichen Dienst erklimmt, desto dünner wird dort sogar noch der Frauenanteil.

Bei der Vielzahl an Leitungsstellen von Bund und Ländern hätte man ohne großen Medienrummel und Parlamente bindende Gesetzgebung voranschreiten können. Im öffentlichen Dienst müsste so schon längst eine ausgeglichene Diversität herrschen.

Ausserdem gilt es in der aktuellen Krise weit ernstere Themen gesetzgeberisch anzupacken. Jetzt, wo alle Personen gleich arm dran sind, wo die soziale Sicherung und die Wirtschaft massivst gefährdet ist, mit dem Thema "Diversität“ die Parlamente zu blockieren, hat schon etwas von Prokrastination.

Bleibt zu hoffen, dass die Frauen in Spitzenpositionen auch weiterhin als fähige Leitungskräfte und nicht als lästige Quote behandelt werden. Denn dann wäre das Gesetz ein gravierender Rückschritt, der statt zu gelebter Vielfalt hin zu einem spaltenden Mobbing führt.

Dir sei gesagt: egal was du für besondere Merkmale besitzt, darauf kommt es nicht an. Lediglich was du aus deinen dir gegebenen Fähigkeiten machst, entscheidet über deinen Erfolg.

Wie du das anpackst, erfährst du in einem Coaching. Bist du schon auf deinem nächsten Schritt, erstellst du bei uns einfach deinen Lebenslauf, Bewerbungsschreiben oder Kündigungsschreiben.