27.01.2021

Digitales Reisen schützt vor Abzocke

VR-Brille statt Kaffefahrten

Lamadecke gefällig oder ein Abnehmprodukt? Schnell kann sich die supergünstige Tagesreise in ein langweiliges und zudem teures Fiasko verwandeln.

Verkappte Reiseanbieter versprechen Teilnehmern oft Geschenke, ein leckeres Mittagessen und natürlich viele Schnäppchen bei einer Verkaufsshow. Diese findet zwar in der Weltstadt oder der Ferienregion statt, meist jedoch in einem abgelegenen Lokal, fernab von touristischen Attraktionen.

Dies, damit auch möglichst alle Reisende daran teilnehmen. Clevere Verkaufprofis bieten dort ihre Decken, Kochtöpfe, Vitaminpillen und Wellnessprodukte an. Zurück fährt man meist nicht mit touristischen Eindrücken sondern mit einem leeren Portemonnaie und Krimskrams im Gepäck.

Obwohl die Masche alt ist und es auch schon Regulierungen gibt, hat sich die Bundesregierung jetzt genötigt gesehen, einen weiteren Gesetzentwurf gegen das unlautere Treiben zu entwerfen.

Die beabsichtigte Gesetzesnovelle soll die Anzeigepflicht der Veranstalter gegenüber der zuständigen Behörde erweitern. So sollen auch bei Kaffeefahrten ins Ausland verschärft die Informationspflichten bei der Bewerbung solcher Veranstaltungen gelten.

Ausserdem soll der Vertrieb von Medizinprodukten und Nahrungsergänzungsmitteln auf solchen Werbefahrten verboten werden. Bei Zuwiderhandlungen soll sich zudem der Bußgeldrahmen von 1.000 Euro auf 10.000 Euro erhöhen.

Jetzt zu Lockdownzeiten hat es das unlautere Reisegewerbe sowieso schwierig. Die Frage ist aber generell, warum fallen erfahrene Leute auf diese Mache rein. Liegt es an der Reiselust? Zumindest wäre dies ein guter Ansatz, um intensiver über die Digitalisierung von Reisen nachzudenken.

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