13.11.2020

Walking Dead Companies

Bundestag entscheidet über Leidtragende

Die Kritik an Kurzarbeitergeld und anderen milliardenschweren Wirtschaftshilfen wird immer lauter. Man spricht von "Walking Dead Companies“, die durch staatliche Hilfsgelder nicht wie normal sterben sondern stattdessen gesunde Unternehmen infizieren. Die Auswirkungen sind fatal und manch ein Ökonom prophezeit dadurch eine schwarze Zukunft für die deutsche Wirtschaft.

Für den "Staat“ mit seinen Beamten ist es jedoch schwierig, zwischen fortschrittlichen und floppenden Unternehmen zu unterscheiden. So wie sich die Lockdownmaßnahmen gegen alle Unternehmen einer Branche richten, so werden auch alle künstlich am Leben erhalten. Egal ob das Geschäftsmodell tragfähig ist oder nicht.

Da die Bundesregierung seit 9 Monaten kein schlüssiges Konzept für eine leistungsorientierte Behandlung von Unternehmen erarbeiten konnte, wird in drei Tagen über die Fortführung einer solchen "Zombiemaßnahme“ abgestimmt.

Der Bundestag soll auf Wunsch des Kabinetts die Anschlussregelungen für das Kurzarbeitergeld ab Januar bis auf Dezember 2021 verlängern. Angeblich will man dadurch eine „beschäftigungssichernde Brücke in das Jahr 2022 bauen“. Die Frage ist nur für wen, für die Regierungsparteien im Wahljahr oder die gesunden Unternehmen mit ihren Beschäftigten.

So sollen laut der Beschlussvorlage für alle Arbeitnehmer deren Anspruch auf Kurzarbeitergeld bis zum 31. März 2021 entstanden ist, die aktuellen Erhöhungsstufen bis Ende 2021 verlängert werden. Ab den 4. Monat in Kurzarbeit bekommt man 70 oder 77 Prozent des eigentlichen Lohns und ab dem siebten Monat 80 oder 87 Prozent.

Auch soll das Hinzuverdienen in Kurzarbeit bis 31. Dezember 2021 verlängert werden. Sprich, das Entgelt aus einer geringfügig entlohnten Beschäftigung, die während der Kurzarbeit aufgenommen wurde, bliebe dann weiter anrechnungsfrei.

Ausserdem sollen die freiwerdenden Arbeitszeiten für berufliche Weiterbildungen genutzt werden.  Die hälftige Erstattung der Sozialversicherungsbeiträge soll zukünftig auch für Qualifizierungsmaßnahmen erfolgen, die weniger als die bisherigen 50 Prozent der eigentlichen Arbeitszeit ausmachen.

In der dazugehörigen Abstimmung des deutschen Bundestages am kommenden Montag soll auch über den Antrag einer angehörigen Partei entschieden werden. Diese sieht in den Auswirkungen der weiterhin frei agierenden "Walking Dead Companies“ ein Grund für die Weiterführung der Sonderregelung für das Arbeitslosengeld I bis Ende 2021.

Nach dieser Regelung können Menschen deren Arbeitslosengeld bis zum 31. Dezember 2020 ausläuft, dieses einmalig um drei Monate verlängern

Außerdem soll nach dem Willen der Partei ein Weiterbildungsgeld für Kurzarbeiter eingeführt werden. Dieses soll für die Zeit der Weiterbildung 90 Prozent des vorherigen Nettoverdienstes betragen.

Dann wird es hanebüchen. Denn nach der selben Partei sollen alle "Walking Dead Companies“ und die, welche es durch die staatlichen Eingriffe geworden sind, erstattete Sozialversicherungsbeiträge zurückbezahlen, wenn sie ihre Beschäftigten bis zu einem Jahr nach Erhalt des Kurzarbeitergeld kündigen. Als ob ein Walking Dead Zombie irgendwas bezahlen kann.

Bist du in Kurzarbeit, dann achte auf dich und erhöhe in der Zeit auf jeden Fall deinen Wert. Bist du auf Stellensuche oder in deiner Geschäftseröffnung, dann meide unbedingt die "Walking Dead Companies“. Bist du schon auf deinem nächsten Schritt, dann unterstützen wir dich bei der Erstellung deines Lebenslaufs, Bewerbungsschreiben oder Kündigungsschreibens