01.02.2021

Weltwirtschaft verdrängt Europa

Globale Blockbildung im Handelskrieg

Aktuell erleben wir eine starke Polarisierung der Weltwirtschaft. Der Kampf um Rohstoffe, billige Arbeitskräfte, Daten und Absatzmärkte war spätestens seit den europäischen Seefahrern ein globaler Krieg. Mit den neuen, weltumspannenden Technologien vervielfältigen sich die einsetzbaren Waffen.

Europa befindet sich dabei in einem Spannungsfeld zwischen Asien und Amerika. Seine wirtschaftliche Bedeutung hat es dabei die letzten Jahrzehnte in Hoffnung auf die Eroberung neuer Märkte aufgerieben.

Während nicht nur deutsche Autobauer gierig geholfen haben, Infrastrukturen, KnowHow und Märkte in den letzten Winkeln der Welt aufzubauen, erwartet sie nun statt Dankbarkeit und reifer Gewinne die sukzessive Übernahme oder Verdrängung.

Die deutsche Politik hat dieses fatale Engagement von Anfang an freudestrahlend unterstützt. Die Blitzlichtgewitter der weit entfernt aus dem Boden gestampften europäischen Fabriken, übertönten schliesslich sehr gut die Rufe nach heimatlichen Reformen. Das deutsche Hochschulwesen, eigentlich durch die Europäisierung sowie einen starken Nachfragerückgang höchst reformbedürftig, schönte seine Zahlen mit Wissbegierigen aus Fernost und exportierte so seinen Vorsprung genauso wie die Industrie ihre Fachkräfte.

Das aufgrund der heimischen Entwicklungen, wie Überalterung, Überregulierung, Reformstau,  Verstaatlichung, Verbeamtung der Treibstoff für weltweite Handelsaktivitäten ausgeht, dürfte spätestens seit einem Jahr jedem auf dem Kontinent Europa lebenden Menschen klar sein.

Das sich die Weltwirtschaft in einem Umbruch befindet und es zu einer wirtschaftlichen Kräfteverschiebung kommt, hat jetzt auch wieder eine Studie der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft bestätigt. Im Ergebnis dieser, sind die Wachstumspotenziale der klassischen Industriestaaten begrenzt. Dagegen befinden sich Schwellenländer, vor allem aus dem asiatischen Raum, in einem „dynamischen“ Aufholprozess.

Laut der Studie führt der Kampf um die weltwirtschaftliche Vormachtstellung zwischen den USA und China zu einer Änderung der globalen Handelsordnung. Europa verliert dabei an ökonomischer Bedeutung und mutiert so lediglich zu einem „bedeutenden Absatzmarkt“.

Die politischen Wirkungen daraus sind Silodenken verbunden mit einer De-Globalisierung. Das würde aber insbesondere Deutschland weitere weltwirtschaftliche Marktanteile kosten.

Bei diesen Entwicklungen unterstellt die Studie eine weltwirtschaftliche Blockbildung. China, der asiatisch-pazifische Raum sowie Afrika agieren demnach in einem Block gegen einen aus Amerika, Grossbritannien, Australien und Neuseeland bestehendem. Europa sei mit sämtlichen Weltregionen verflochten und solle sich nach der Studie deshalb als eigenständiger Block formieren.

Da Europa jedoch auf dem Landweg mit Afrika und Asien verbunden ist, sowie eine ökonomisch untergeordnete Rolle spielen wird, erscheint eine solche europäische Blockbildung im Kampf um Ressourcen, kluge Köpfe bis Devisen fraglich.

Auch ist aktuell in Europa und Deutschland kein gesellschaftlicher Wandel erkennbar. Statt für Vereinfachung, Erleichterung, adäquater Bildung zu sorgen, verpuffen aktuell die Milliarden unserer Kinder wirkungslos in maroden Schul-, Sozialversicherungssystemen, kleinstaatlichen Bundeslandverwaltungen und toten Geschäftsmodellen.

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