17.12.2020

Bürokratiemonster Homeoffice-Pauschale

Wer profitiert von dem Steuerfreibetrag?

"Homeoffice" bedeutet streng reglementierte Heimarbeit zu Hause. Dieses vordefinierte Werkeln soll krisenbedingt für 2020 und 2021 mit einem erhöhten Steuerfreibetrag entschädigt werden. Diesen bekommen jedoch nicht die betroffenen Unternehmen für ihre leerstehenden Arbeitsplätze, sondern die Arbeitnehmer.

Wer als Angestellter pro Jahr bis zu 120 Tage Heimarbeit betreibt, bekommt dafür einen Steuervorteil von fünf Euro pro Tag. Also nicht fünf Euro auf die Hand, sondern lediglich eine Reduzierung seines zu versteuernden Einkommens. Welche aber erst nach Einreichung der Steuererklärung im Folgejahr berücksichtigt wird.

Übrigens, wer mehr Tage von zu Hause aus arbeiten muss, hat Pech gehabt.

Die viel gepriesene „Homeoffice-Pauschale“ gehört somit zu den ohnehin schon 1.000 Euro betragenden Steuerfreibetrag namens "Werbungskostenpauschale". Nur wer diesen auch 2020 und 2021 ausreizt, kommt in den Genuss des zusätzlichen Heimarbeitsvorteils. 

Somit ist das ganze Thema unter Politpop anzusehen. Zumal die Steuererleichterung auch nicht dauerhaft beschlossen wurde. Denn die Regierung hofft, dass die Krise Ende 2021 im Griff ist und die meisten Heimarbeiter wieder an ihren Arbeitsplatz zurückkehren. Was für eine altbackene, zukunftsabgewandte Sichtweise.

Um die „Homeoffice-Pauschale“ zu bekommen, musst du also eine Steuererklärung machen. Reizt du in dieser die übliche Werbekostenpauschale von 1.000 Euro aus, dann erst profitierst du wirklich von der Heimarbeitspauschale. Wie du das am geschicktesten machst, erfährst du ganz sicher bei einer steuerlichen Beratung. Diese kostet dich natürlich auch etwas.

Im Endeffekt profitieren von dieser Regelung die staatlichen Bürokratiemonster, Steuerberater bis Lohnsteuerhilfevereine. Der betroffene Arbeitgeber wird stattdessen noch Beglaubigungen über die Homeoffice-Arbeitszeit ausstellen müssen.

Wenn du auf den Aufwand pfeifen willst und lieber „mobil Arbeitest“ als im „staatlich fixierten Homeoffice“, dann gehe deinen nächsten Schritt. Wir unterstützen dich gern bei deinem Coaching oder bei der Erstellung deines Lebenslaufs, deiner Bewerbungsschreiben oder gar deines Kündigungsschreibens.