22.12.2020

Wintersport mit Verdienstausfall

Gesetzesänderung bei selbstverschuldeter Quarantäne

Aktuell ist Wintersportsaison. Jedoch fehlt in vielen Gebieten Deutschlands der Schnee oder die Erlaubnis zum Skifahren. Wer jetzt in fremde Gefilde aufbricht, um seinen Wintersport zu geniessen, sollte als Arbeitnehmer folgendes Wissen.

Der Gesetzgeber hat nämlich die Entschädigungspflicht bei Reisen in ein Risikogebiet ausgesetzt.

Wenn du im Verdacht stehst, mit dem Corona-Virus infiziert zu sein, musst du dich aufgrund behördlicher Anweisung in häusliche Quarantäne begeben. Darfst du von deinem Arbeitgeber aus „mobil Arbeiten“, kannst du deine Tätigkeit mit entsprechendem Vergütungsanspruch auch in deinem Zwangsaufenthalt ausüben. Schließlich bist du ja nicht arbeitsunfähig.

Wirst du jedoch im Betrieb benötigt, sieht die Sache schon anders aus.

Bist du dabei ohne eigenes Verschulden sowie lediglich eine nicht erhebliche Zeit in Quarantäne und ist dieser Fall in deinem Arbeitsvertrag nicht ausgeschlossen, dann hast du weiter einen Lohnfortzahlungsanspruch. Dieser kann dazu noch tariflich spezifiziert sein.

Hast du keinen Anspruch auf Lohnfortzahlung oder ist dieser schon ausgereizt, kannst du eine Verdienstausfallentschädigung erhalten. Diese richtet sich nach dem Infektionsschutzgesetz. Demnach muss dein Arbeitgeber für längstens sechs Wochen, soweit tarifvertraglich nichts anderes geregelt ist, die Entschädigung auszuzahlen. Er kann sich die Zahlungen aber auf Antrag bei der staatlichen Behörde wiederholen. 

Bist du nach Ablauf von sechs Wochen immer noch in Quarantäne, wird dir der Verdienstausfall nur noch in Höhe des Krankengeldes gewährt. Dies wird aber sowieso nur selten der Fall sein.

Machst du jetzt Winterurlaub in einen Risikogebiet, musst du aktuell zwei Wochen in häuslicher Quarantäne verbringen. Befindest du dich wissentlich in einem Land mit Reisewarnung, bist du selbstverschuldet in Quarantäne. Dann hast du auch keinen Anspruch auf Lohnfortzahlung. Seit Ende November wird dir dabei auch die Verdienstausfallentschädigung nach Infektionsschutzgesetz verwehrt.

Deinen Arbeitgeber geht es eigentlich nichts an, wo du deinen Urlaub verbringst. In diesem Fall musst du ihn aber benachrichtigen, ob du dich in den letzten 10 Tagen in einem Risikogebiet aufgehalten hast. Dies auch, wenn du mit jemanden unter Infektionsverdacht stehenden oder mit einem Infizierten Kontakt hattest. Dies zur Prävention vor Neuansteckungen.

Möchtest du arbeiten, wo andere Urlaub machen, dann gehe deinen nächsten Schritt. Wir helfen dir bei deinem Coaching oder der Erstellung deines Lebenslaufs, deiner Bewerbungsschreiben oder gar deines Kündigungsschreibens.